Von Pamplona nach Burgos
Seit dem neunten Jahrhundert machen sich Tausende von Pilgern aus ganz Europa auf den Weg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela. Der Sternenweg führt Sie auf herrlichen Etappen durch die kontrastreichen Landschaften der Pyrenäen bis zum ersehnten Ziel Santiago. Sie pilgern durch karges Bergland und endlose Weiten. Sie durchstreifen die Vorberge der Pyrenäen im Norden, das berühmte Weinbaugebiet La Rioja, die weiten Landschaften der kastilischen Hochebene Meseta und die tiefgrünen Berglandschaften Galiciens. Sie sind auf dem Herzstück des Jakobsweges unterwegs. Ein Weg, der Sie durch das Land und gleichzeitig nach Innen führt. Pilgern ist ein guter Weg zu sich selbst. Sie nehmen sich Zeit ... von Pamplona aus geht es vorbei an riesigen Windrädern und über eine Vielzahl gotischer Brücken. Sie passieren zahlreiche Dörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint, und sehen die berühmten Rioja-Weinberge. Ihr Ziel ist die alte Königsstadt Burgos. Die Altstadt beeindruckt mit einer Vielzahl an Prachtbauten der Romanik, Gotik und Renaissance und einer alles überragenden Kathedrale.
© Foto: Hortensia Gibbs
Bei einer Tagesleistung von ca. 25 km durchwandern Sie mehrere gebirgige Abschnitte mit entsprechenden Höhenmetern. Sie müssen aber nie mehr als 400 m im Aufstieg am Stück gehen, in der Regel sogar deutlich weniger. Die Tagesetappen können mit öffentlichen Bussen oder dem Taxi verkürzen werden. Wandererfahrung und eine entsprechende Grundkondition ist Voraussetzung.
Individuelle Anreise nach Pamplona. Die stimmungsvollen Gassen im Stadtkern, die große, baumbestandene Plaza del Castillo und die zahlreichen sehenswerten Baudenkmäler machen die Stadt zu einem eindrucksvollen Anreiseort.
Von Pamplona geht es in das kleine Städtchen Puente la Reina, das nach der im 11. Jh. erbauten, sechsbögigen Brücke über den Arga benannt wurde, die nicht zu Unrecht als die wohl imposanteste Brücke am Jakobsweg gilt. Entlang der Calle Mayor finden Sie einige bedeutende Kirchen, wie die von den Templern gegründete Iglesia del Crucifijo aus dem 13. Jh., die ihren Namen einem germanischen Kruzifix verdankt.
Auf dem Weg von Puente la Reina nach Estella lohnt ein Halt im kleinen Ort Cirauqui mit urigen Gässchen, Mauerresten zwischen Brombeerhecken und dem wunderschönen Portal der Kirche San Román. Bald erreichen Sie den bedeutenden Pilgerort Estella mit gut erhaltenem fränkisch-französischen Viertel rund um die Plaza de San Martín. Versäumen Sie nicht den außergewöhnlichen Palast der Könige von Navarra, den Palacio de los Reyes, mit seiner Prunkfassade.
Sie verlassen Estella und gelangen gemächlichen Schrittes nach Los Arcos, einem Dorf mit mehreren alten Stadttoren - Teile der ehemaligen Stadtmauer - sowie der beeindruckenden, reich verzierten Kirche Santa María. Zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert errichtet, vereint sie zahlreiche Baustile von Spätromanik und Frühgotik bis hin zu Renaissance und Barock.
Über gut ausgeschilderte Feldwege und Pfade geht es weiter nach Viana. Vorbei am Stausee und dem Naturschutzgebiet Embalse de las Cañas erreichen Sie Logroño im Herzen des wohl bekanntesten spanischen Weinanbaugebietes »La Rioja«. Im Stadtzentrum befinden sich auf relativ engem Raum die bedeutendsten Kirchen der Stadt. Die Bischofskirche Santa María la Redonda besitzt eine Vielzahl von Kapellen und beeindruckt mit ihren beiden gotischen Türmen. Lassen Sie doch den Abend in einer der gemütlichen Tavernen bei Tapas und Rioja ausklingen ...
Ihr heutiges Etappenziel ist das an ziegelrote Felsen gestützte, geschichtsträchtige Nájera, dessen Stadtkern zu den schönsten am Jakobsweg zählt. Das bedeutende Kloster Santa María la Real beherbergt u.a. die kunstvoll gearbeiteten Sarkophage mehrerer Könige und bietet einen interessanten spätgotischen Kreuzgang, dessen Arkadenbögen mit zartem Steinfiligran geschmückt sind.
Nur wenige Städte können eine so reiche Pilgertradition wie Santo Domingo de la Calzada vorweisen. Benannt wurde dieser Ort nach dem Einsiedler Domingo, der verirrten Pilgern durch das Anlegen von Straßen und Pfaden den rechten Weg wies. Die Kathedrale del Salvador birgt neben einem großartigen Alabastermuseum einen prachtvollen flämischen Altaraufsatz und – einen Hühnerstall! Wundern Sie sich nicht darüber, seine Existenz ist – wie so oft auf dem Jakobsweg – auf eine Legende zurückzuführen.
Genießen Sie die phantastischen Panoramablicke in das hügelige Weinland des Rioja. Von Santo Domingo geht es durch kleine Dörfer und grüne Weinberge in Richtung Belorado. Das alte Marktstädtchen liegt geschützt im Tal des Rio Tiròn. Wenn Sie möchten, können Sie an der allabendlich stattfindenden Pilgersegnung in der Kirche Santa María teilnehmen.
Nachdem Sie Belorado über die vom Hl. Juan de Ortega erbauten Brücke verlassen haben, machen Sie sich auf den Weg in den seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe zählenden Ort Atapuerca, der durch die Entdeckung von Überresten eines direkten Vorfahren des Neandertalers in den umliegenden Karsthöhlen bekannt wurde.
Kurz ist der Weg zu Ihrem Etappenziel Burgos. Die Stadt unterhalb einer Burgruine glänzt mit mittelalterlicher Romantik, prachtvollen Bauten und platanengesäumten Promenaden. Unbestrittener und unübersehbarer Mittelpunkt ist die Kathedrale Santa María, die drittgrößte Spaniens nach Sevilla und Toledo. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Museen und Promenaden machen den Aufenthalt in Burgos zu einem kurzweiligen Vergnügen.
Ihre WanderReise am Jakobsweg neigt sich dem Ende zu. Gerne buchen wir Ihre Verlängerungsnächte in allen Etappenorten. Oder Sie setzen Ihre WanderReise mit Block 2 fort, der Weg führt Sie bis Astorga ...
Reiseart
Einzelreise
Reisedauer
11 Tage / 10 Nächte
Reisetermine
täglich von April bis Oktober
Preis
ab € 665,— pro Person im DZ/ÜF