Gruppe [Bilbao – Santiago]

Am Jakobsweg von Bilbao nach Santiago

Seit dem neunten Jahrhundert machen sich Tausende von Pilgern aus ganz Europa auf den Weg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela. Der Sternenweg führt Sie auf herrlichen Etappen durch die kontrastreichen Landschaften der Pyrenäen bis zum ersehnten Ziel Santiago. Sie pilgern durch karges Bergland und endlose Weiten. Sie durchstreifen die Vorberge der Pyrenäen im Norden, das berühmte Weinbaugebiet La Rioja, die weiten Landschaften der kastilischen Hochebene Meseta und die tiefgrünen Berglandschaften Galicien. Sie sind auf dem Herzstück des Jakobsweges unterwegs. Ein Weg, der Sie durch das Land und gleichzeitig nach Innen führt. Pilgern ist ein guter Weg zu sich selbst. Sie nehmen sich Zeit, erreichen die historischen Städte Pamplona, Burgos, Astorga, León und Santiago de Compostela ... und kehren als »neuer Mensch« zurück.

Gruppe [Bilbao – Santiago] | Am Jakobsweg von Bilbao nach Santiago

© Foto: Pura Aktiv e.K.

Schwierigkeitsgrad SCHWIERIGKEITSGRAD 1.5 von 4

Sie unternehmen täglich einfache Wanderungen auf den schönsten Jakobswegabschnitten von durchschnittlich 10 km Länge und zwei- bis vierstündiger Dauer. Am 8. Tag wollen wir auch die »Härte« des Jakobsweges erfahren und 600 Höhenmeter im Aufstieg bewältigen. Die zweite Tageshälfte nutzen Sie meist für Stadtrundgänge und die Besichtigung der größten kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Diese Gruppenreise eignet sich auch für Einsteiger, da jederzeit in den Begleitbus gewechselt werden kann.

1. Tag: Anreise nach Bilbao

Flug nach Bilbao und Transfer nach Burguete in den Pyrenäen, ein kleines Dorf am Jakobsweg unweit der französischen Grenze.

2. Tag: Burguete – Pamplona ~ 3 Std.

Nach einem gemütlichen Frühstück Transfer auf den Cisca-Pass, in 1.430 m Höhe gelegen. Der alte Römerpass bietet phantastische Fernblicke nach Frankreich, Spanien und in die Pyrenäen. Ihre erste Wanderung führt Sie ab der Ibañeta-Höhe mit dem Rolandsdenkmal abwärts nach Roncesvalles mit seinem alles überragenden Kloster. Neben der hochgotischen Abtei beeindruckt besonders das Grabmal des navarrischen Königs Sancho der VII. im gotischen Kapitelsaal. Im schönen Gebirgsdorf Viscarret starten Sie zu Ihrer zweiten Tagesetappe durch die grünen Pyrenäen. Diese führt Sie, vorbei an dem sagenumwobenen, eigentümlichen Felsformationen »Schrittmaße des Riesen Roland«, bis nach Puerto del Erro. Am Abend geht es per Kleinbus nach Pamplona.

3. Tag: Pamplona – Logroño ~ 4 Std.

Am Morgen unternehmen Sie einen Rundgang durch die engen Gassen der Altstadt Pamplonas und sehen die berühmte Zitadelle. Die Stierkampf-Metropole überrascht mit seiner gotischen Kathedrale: Von außen unscheinbar, birgt sie im Inneren reiche Fresken und das Grabmal für König Carlos III. Über den bedeutsamen Pilgerort Estella geht es nach Irache mit seinem spätromanischen Kloster und einem Weinbrunnen! Ihre Wanderung führt Sie von Villamayor durch Weinberge und Weideland nach Los Arcos. Am Abend erreichen Sie die Weinmetropole Logroño.

4. Tag: Logroño – Burgos ~ 4 Std.

Zunächst machen Sie einen Stadtbummel durch das historische Zentrum Logroños. Die Kirche Santa Maria hat viele Umbauten erfahren und war einst der Palast von Kaiser Alfonso VII. Die Fahrt durch die Weinberge Navarras führt Sie zum Pilgerort Santo Domingo de la Calzada. Auf dem Jakobsweg gehen Sie durch die Stadt, welche für das Gackern seiner Hühner berühmt ist. Von Santo Domingo marschieren Sie über die historische Pilgerbrücke bis nach Redecilla. Die Strecke führt von einem Aussichtspunkt zum nächsten. Ständig haben Sie Panorama-Blicke in das hügelige Weinland des Riojas. Am Abend erreichen Sie Burgos [per Begleitbus]. Die alte Königsstadt zählt ohne Zweifel zu den Perlen des Jakobsweges. Die Altstadt ist gespickt mit prächtigen Altbauten, Adelshäusern, einer Vielzahl an Kirchen und schönen Plätzen.

5. Tag: Burgos – Castrojeriz ~ 3,5 Std.

Vormittags besichtigen Sie die schöne Altstadt von Burgos und nehmen sich Zeit für die alles überragende gotische Kathedrale, in der der mythische Nationalheld El Cid und seine Gemahlin beigesetzt sind. Später durchfahren Sie die weitläufige Meseta bis Hontanas. Auf der anschließenden Wanderung folgen Sie dem Verlauf des Flusses Pisuerga bis nach Castrojeriz und passieren die Ruinen des Klosters San Antón aus dem 12. Jh. Der kleine Ort Castrojeriz gilt als eine der bedeutsamsten Stationen des Jakobsweges und verfügt über vier eigene Kirchen!

6. Tag: Castrojeriz – León ~ 3 Std.

Fahrt mit dem Begleitbus nach Calzada del Coto. Ein Stopp in Frómista darf natürlich nicht fehlen, um eine der wichtigsten Kirchen des Pilgerweges zu besichtigen. San Martín gehört zu den vier großen frühen, und bedeutsamsten, romanischen Kirchen des Camino francés. Durch den Brückenort Carrión de los Condes machen Sie einen lohnenswerten Spaziergang, bevor Sie in Calzada del Coto Ihre Wanderung durch sanft hügeliges Terrain über den historischen, unveränderten Pilgerweg nach Calzadilla de Hermanillos unternehmen. Es folgt eine Fahrt nach Léon zur Übernachtung.

7. Tag: León – Molinaseca ~ 3 Std.

Vom 10. bis zum 13 Jh. war León Sitz des spanischen Königshauses [Kathedrale, San Isidoro und Altstadt], entsprechend bedeutungsvoll und sehenswert ist die Architektur. Neben einem Spaziergang durch die Altstadt, vorbei an prachtvollen Altbauten, romanischen und gotischen Kirchen sowie dem alten Rathaus samt Plaza Mayor, besichtigen Sie natürlich auch die Kirche San Isidoro. Die dritte der vier bedeutsamsten frühen Jakobsweg-Kirchen wird wegen ihrer reichen Fresken auch als »die Sixtinische Kapelle der Romanik« bezeichnet. Gegen Mittag fahren Sie nach Astorga und erkunden die römische Stadt. Weiter nach Castrillo de los Polvazares, wo fliegende Händler in traditioneller Tracht ihre [Pilger-]Waren zum Verkauf anbieten. Im Bus überqueren Sie den Cruz de Ferro [1.504 m] mit seinem Eisenkreuz, um von El Acebo durch das wunderschöne, grüne galicische Bergland nach Molinaseca hinabzusteigen.

8. Tag: Molinaseca – Sarriá ~ 3,5 Std.

Am Morgen fahren Sie nach Villafranca del Bierzo und inspizieren bei einem Spaziergang den schönen Ort. Villafranca wird wegen seiner Vielzahl an Kirchen und Pilgerherbergen auch als »das kleine Santiago« bezeichnet. In seiner Kirche konnten sich kranke Pilger, denen die Kraft für den weiteren Marsch fehlte, vorzeitig die Absolution erteilen lassen. Die heutige Wanderung können wir als die »schwierigste« der gesamte Reise bezeichnen. Auf diesem Stück wollen wir Ihnen auch einmal die »Härte« des Pilgerweges erfahren lassen. Aber Keine Angst: Dieser Abschnitt kann auch im Tourbus zurückgelegt werden. Von Ambasmestas wandern Sie durch das galicische Bergland hinauf nach O'Cebreiro, wo Sie die für diese Region typischen, Stroh gedeckten Rundbauten [Pallozas] sehen. Am Nachmittag Fahrt nach Sarría. Unterwegs Besichtigungsstopp bei der Basilika von Samos, welche in einem prächtigen Zustand ist und eine über 1.000-jährige Kulturgeschichte in sich vereinigt.

9. Tag: Sarriá – Palas de Rei ~ 3,5 Std.

In Sarría bestaunen Sie das Pilger-Denkmal und schlendern gemütlich durch die Altstadt, bevor Sie nach Portomarín aufbrechen. In Brea, am Kilometerstein 100, der wohl am meisten herbei gewünschte Kilometerstein aller Pilger, beginnt Ihre heutige Wanderung. Sie marschieren in sanftem Auf und Ab durch diesen typisch galicischen Landstrich, welcher sich kleinteilig und üppig grün präsentiert. Ihr heutiges Ziel: Portomarín. Der Ort erlangte Berühmtheit, da man seine wichtigsten Baudenkmäler vor der Aufstauung des nahen Sees 1961 abbaute und Hang aufwärts wieder rekonstruierte. Transfer in den ruhigen Ort Palas de Rei.

10. Tag: Palas de Rei – Santiago ~ 5,5 Std.

Kurz hinter Palas de Rei beginnen Sie Ihre heutige Wanderung durch das galicische Tiefland. Durch zahlreiche Bachtäler, kleine Weiler und duftende Eukalyptus-Haine geht es nach Coto. Ein Transfer bringt Sie nach Arzúa – ein Rundgang durch den bedeutsamen Pilgerort ist »Pflicht«. Anschließen bringt Sie der Begleitbus nach Lavacolla, in dessen Fluss sich die Pilger vor dem letzten Aufstieg, der zum Monte Gozo [Berg der Freude] führt, wuschen. Ihre zweite Wanderung führt Sie im sanften Anstieg zu eben diesem Berg von dessen Gipfel Sie zum ersten Mal die Sicht auf die Türme der Kathedrale von Santiago de Compostela, das ersehnte Ziel des Pilgerweges, genießen können. Santiago de Compostela ist Weltkulturerbe, Hauptstadt Galiciens und Zielort der Pilgerroute Jakobsweg.

11. Tag: Traumstadt Santiago

Santiago ist vielmehr als eine Pilgerstadt. Sie ist vor allem weltoffen und jung und vereint Kontraste wie Ehrfürchtigkeit und Ausgelassenheit, alte Baukunst und moderne Gebäude, ohne dabei widersprüchlich zu sein. Am Vormittag besichtigen Sie die Altstadt und natürlich die berühmte Jakobus-Kathedrale. Wenn Sie möchten, können Sie gegen Mittag die Pilgermesse besuchen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Am Abend lassen Sie bei einem ausgewählten Essen noch einmal die gesamte Reise am legendären Jakobspilgerweg Revue passieren. Wir sind uns sicher, diese [Pilger-]Reise war ein einmaliges Erlebnis!

12. Tag: Abreise oder Verlängerung

Heute heißt es Abschied nehmen. Je nach Rückflugzeit [abhängig vom Zielflughafen] besteht die Möglichkeit vormittags noch einen Stadtbummel zu unternehmen. Vom Flughafen Santiago geht es zurück in die Heimat. Gegen eine Gebühr können Sie den Rückflug flexibel bei uns buchen und diese Reise mit Zusatzübernachtungen in Santiago oder in Finisterra an der Küste verlängern [Preise für flexibles Rückflugdatum Zusatznächte bitte auf Anfrage]

Reiseart Reiseart Gruppenreise
Reisedauer Reisedauer 12 Tage / 11 Nächte
Reisetermine Reisetermine montags im Mai, Juni, Sept., Okt.
Preis Preis ab € 1.960,— pro Person im DZ/HP

Mehr Infos zum PEDALO Frühbucher-Rabatt.