Riesengebirge

Wege durch Rübezahls Reich

Die Heimat der Sagenfigur Rübezahl im Grenzgebiet von Tschechien und Polen eignet sich ausgezeichnet für eine erlebnis- und aussichtsreiche WanderReise. Das kleine aber feine Wandergebiet an der Grenze zwischen Polen und der Tschechischen Republik mit seinen zum Teil mehr als 1.500 Meter hohen Gipfeln, lang gezogenen Kämmen, Hochmooren, Bergseen und Felslabyrinthen wird von unzähligen Wanderwegen durchzogen. Besteigen Sie die Schneekoppe, den höchsten Berg der Sudetenkette und genießen Sie die herrliche Sicht nach Böhmen und nach Schlesien. Lernen Sie den Ursprung der Elbe, eines der größten deutschen Flüsse, kennen. Erfahren Sie die Gemütlichkeit der Bauden im Gebirge und die Gastfreundschaft der Menschen, die heute dort leben. Wenn Sie den Wind auf Ihrer Haut fühlen und dabei das Panorama genießen, werden Sie schnell verstehen warum diese Region etwas ganz Besonderes ist, und sich so viele Sagen und Mythen um das Riesengebirge ranken.

Riesengebirge | Wege durch Rübezahls Reich

© Foto: PEDALO Touristik GmbH

Schwierigkeitsgrad SCHWIERIGKEITSGRAD 2.5 von 4

Bergwanderungen ohne technische Schwierigkeiten. Auf Grund der Etappenlängen ist eine gute körperliche Fitness von Vorteil. Zum Teil gibt es steilere An- und Abstiege. Sie marschieren meist auf markierten Wegen.

1. Tag: Anreise nach Harrachov

Harrachov ist das sportliche Zentrum des Riesengebirges, und ist direkt an der Grenze zu Polen gelegen. In den Wintermonaten tummelt sich hier die Weltelite der Skispringer, denn Harrachov war schon mehrmals Austragungsort des Welt- und Europapokals im Skispringen. Harrachov ist auch durch seine Glastradition bekannt. Das geblasene und geschliffene Glas der Marke »Bohemia Crystal« ist weltbekannt.

2. Tag: Panoramawanderung Teufelsberg ~ 4,5 Std.

Mit dem Sessellift schweben Sie bequem zum Gipfel des 1.020 Meter hohen Teufelsberg [Certova Hora] - halten Sie inne, und genießen Sie das Panorama über Rübezahls Reich. Es erwartet Sie eine gemächliche Kammwanderung mit schönen Blicken auf dunkle ausgedehnte Waldflächen und auf die charakteristischen Verwitterungsformen der uralten Granitfelswände. Diese aussichtsreiche Wanderung führt Sie durch die Landschaft der Glasmacher und Sprungschanzen und durch die schönen Täler von Harrachov und Rokytnice. Kehren Sie ein in eine der typischen Bauden und stärken Sie sich bei einer zünftigen Brotzeit. Ihr erster Wandertag gibt Ihnen Einblick in die schöne Umgebung mit den unterschiedlichsten Grüntönen und Gebirgszügen, Wiesenblumen, Vogelstimmen und natürlich auf die zu erwartenden Steine in allen Variationen.

3. Tag: Harrachov - Spindlermühle ~ 6 Std.

Heute steht eine etwas anspruchsvollere Wanderung durch Flur, Wald und Berge am Programm. Ihr erstes Ziel ist der Wasserfall Mummelfall [Mumlavsky vodopad]. Das Flüsschen Mummel [Mumlava] erschuf im Lauf der Zeit dieses sehenswerte Gebilde. Gönnen Sie Ihren Füßen eine kurze »Kneippkur« bevor Sie weitermarschieren. Der weitere Weg lotst Sie über einen Kamm mit weiten Blicken nach Tschechien und Polen. Entlang des Höhenrücken gibt es mehrere »abstrakte« Felsformationen mit so schönen Namen wie zum Beispiel »Grosse Sturmhaube«, »Hohes Rad«, »Schneegruben«, ... Schlussendlich gelangen Sie auf einer Forststraße zur Spindler Baude [Špindlerova bouda]. Frönen Sie noch einmal dem Blick nach Schlesien und auf die Baudengruppen im Böhmischen, bevor Sie mit dem öffentlichen Bus zu Ihrem Hotel in Spindlermühle [Spindleruv Mlyn] fahren.

4. Tag: Zur Elbquelle ~ 5 Std.

Der Sessellift bringt Sie bequem auf den 1.234 Meter hohen Schüsselberg [Medvedín]. Umgeben von schöner Natur wandern Sie oberhalb der Schüsselbauden [Mísecky] zur Goldhöhe [Zlaté Návrší]. Unterwegs eröffnen sich immer wieder schöne Ausblicke, die zu einer geruhsamen »Bananenpause« zwischendurch einladen. Freuen Sie sich auf Rübezahls Rosengarten: Milchstern, Trollblume, Berganemonen und Germer präsentieren sich Ihnen in kleinen Gruppen oder als herrliche Blumenwiese in der ansonsten eher karger Landschaft. Alsbald erreichen Sie die mit Steinen ringförmig gefasste Elbquelle. An einer Mauer sind die bunten Wappen der Städte angebracht, durch die die Elbe auf dem Weg zur Nordsee fließt. Durch das schmale Elbetal - auf beiden Seiten ragen die typischen Granitfelswände empor - bringt Sie ein schön angelegter Weg aus Steinblöcken gemächlich talwärts. Das bizarr wirkende Tal war in der letzten Eiszeit ein Gletschertal; kurz vor Spindlermühle [Spindleruv Mlyn] gibt es sogar noch eine kleine Gletscherendmoräne.

5. Tag: Spindlermühle - Petzer an der Schneekoppe ~ 6 Std.

Die ersten sieben Kilometer Ihrer Wanderung in die Ortschaft Sankt Peter [Svaty Petr] sind schweißtreibender Natur. Doch oben angekommen erwarten Sie einnehmende Fernsichten und die größte Baude im Riesengebirge. Die Wiesenbaude [Lucni bouda] liegt am alten Handelssteig von Böhmen nach Schlesien und serviert leckere Palatschinken. Über Knüppeldämme und durch ein Hochmoor zur schmalsten Stelle des Hauptkammes, zum Schlesierhaus [Slaski Dom]. Nicht zu vergessen, die grandiosen Aussichten auf den höchsten Gipfel des Landes, die Schneekoppe [Snezka] mit 1.602 Metern. Der Abstieg nach Petzer führt Sie hinab in den Aupakessel, eines der schmalsten und attraktivsten Täler. Mit Rückblicken auf die Koppe und dem Rauschen des Wassers der Aupa nehmen Sie diesen schönen Wandertag vollends in sich auf. Übernachtung in Petzer an der Schneekoppe [Pec pod Snezkou].

6. Tag: Beschaulicher Baudentag ~ 3,5 Std.

Heute gehen Sie es geruhsam an ... eine gemütliche Wanderung führt Sie durch die nähere Umgebung von Petzer. Der Weg führt südlich aus Petzer zum Rücken des Lisci Hora Gipfels [Fuchsberg]. Unterwegs laden mehrer Bauden zu einem kurzen oder auch längeren Stopp ein. Erquicken Sie sich an der Aussicht, atmen Sie die frische Bergluft ein und gönnen Sie sich ein kühles Getränk. Am Rückweg »erklimmen« Sie noch den 1.150 Meter hohen Slatinny Stran. Durch dunkle Wälder, über blühende Wiesen und über lichtdurchflutete Lichtungen zurück zum Dorf Petzer. Ein beschaulicher Baudentag zum Füße hochlagern, schauen, träumen und »den Alltag vergessen«.

7. Tag: Die Schneekoppe ~ 6 Std.

Zum Abschluss Ihrer WanderReise durch »Rübezahls Reich« erwartet Sie die »Königsetappe« auf die Schneekoppe [Snezka]. Wie eine dreiseitige Pyramide erhebt sich hier die Snezka mit ihren schroffen Flanken. Hinauf zum höchsten Berg Tschechiens an der Grenze zu Polen geht es in 24 Minuten mit dem Sessellift. Die Fernsicht vom 1.602 Meter hohen Gipfel ist berauschend: Im Westen ist der 1.547 Meter hohe Hochwiesenberg [Lucni hora] zu sehen, im Osten säumt das Adlergebirge [Orlicke hory] den Horizont. Im Norden, wo Polen liegt, duckt sich das Gebirge und öffnet sich zur schlesischen Ebene. Der Abstieg bringt Sie durch die pittoresken Täler der Bäche Upa und Cernavoda. Unterwegs laden die bunt bemalten, gestreiften Holzbauden zu einer letzten Rast ein. Erneute Übernachtung in Petzer.

8. Tag: Abreise oder Verlängerung

Wir hoffen, dass Sie eine unvergessliche Woche mit viel Sonne und schönen Fernsichten hatten. Gerne buchen wir Ihre Verlängerungsnächte.

Reiseart Reiseart Einzelreise
Reisedauer Reisedauer 8 Tage / 7 Nächte
Reisetermine Reisetermine täglich von Mai bis September
Preis Preis ab € 339,— pro Person im DZ/ÜF

Traumreisen '09

Einige Reisen 2009 sind zur Zeit noch nicht verfügbar. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Vervollständigung und bringen täglich mehrere Updates. 

Mehr Infos zum PEDALO Frühbucher-Rabatt.